Pop-up Sommerkirche

September 2022 - Hatten Sie Gelegenheit, unsere Pop-up Sommerkirche in Belp zu besuchen? Vielleicht haben Sie einen Café vor der Pfruendschüür getrunken, sind über die Slackline balanciert, haben Tischtennis gespielt oder die Meerschweinchen neben der Kirche beobachtet? Längst ist der kleine Cafébetrieb wieder aufgeräumt, die Meerschweinchen sind zurück in ihrem Zuhause auf dem Belpberg und das Spielzeug ist in der grossen Kiste verschwunden. Mit einfachen Ideen hat das Team des Projekts Begegnungszentren ausprobiert, wie in Belp eine niederschwellige Drehscheibe ins Rollen gebracht werden kann.

Diesen Fachbegriff der niederschwelligen Drehscheibe beschreibt die Kirchgemeinde im Basiskonzept zu den Begegnungszentren so: «Unter der niederschwelligen Drehscheibe ist zu verstehen, dass Begegnungszentren so aufgebaut sind, dass man einfach und unkompliziert von einem niederschwelligen Begegnungsort zum nächsten kommt (Spielplatz →Bistro →Naturraum →Offene Kirche →...). Aber auch, dass es eine hohe Durchlässigkeit von den niederschwelligen Angeboten zu den höherschwelligen Angeboten (Gottesdienste, Gruppen, Konzerte etc.) gibt. Mit der niederschwelligen Drehscheibe schafft die Kirche einen Ort, der von den Menschen spontan aufgesucht werden kann. Sie gestaltet in ihren Räumen innen und aussen eine leicht zugängliche und benutzungsfreundliche Gesamtanlage mit Öffnungszeiten, Ansprechpersonen, Infrastruktur und vielfältigen Handlungsmöglichkeiten wie verweilen, begegnen, austauschen, spielen, essen und trinken, und, für einen kirchlichen Ort naheliegend, eine Kerze anzünden. Dieser Ort ist attraktiv, anziehend, gastlich und schafft einen Markt der Interessen. Er ist generationenfreundlich, denn Jung bis Alt können sich dort selbstbestimmt bewegen. Es hat Raum für das Nebeneinander, Miteinander und Durcheinander; Nähe und Distanz werden individuell gewählt. Selbstorganisierte Gruppen finden hier Raum für ihre Ideen. Es gibt kein fixes Programm, man kann sich aber bei Interesse, falls gerade ein Programm angeboten wird, in dieses einklinken. Attraktive Aussenräume haben eine wichtige Funktion als Annäherungszonen. Das Kirchenteam bietet dafür den gastlichen Rahmen, ist zu definierten Zeiten ansprechbar, leitet den Betrieb, bewirtschaftet die Räume und die Infrastruktur, und vernetzt nach innen und aussen, als Teil ihres Auftrags.»

Die Ergebnisse dieser fünfwöchigen Erprobungsphase werden nun anhand der Projektziele ausgewertet. Antworten werden unter anderem auf folgende Fragen erwartet: Kommen Personen vorbei, die sonst nicht am Kirchenleben teilnehmen? Entstehende neue Begegnungen mit und oder untereinander? Werden Genrationen verbunden? Werden wir als Kirche sichtbarer? Die Projektgruppe freut sich auf die Auswertung des Sommerkirchenversuchs. Falls Sie Anregungen oder Ideen haben, nehmen wir diese sehr gerne entgegen!

Familienentlastung mit KiKi

Juli 2021 - Sechs Wochen Sommerferien! – Für viele Familien ist dies nicht nur toll sondern eine Herausforderung: wer sollte zu den Kindern schauen, wenn beide Elternteile neben der Familienarbeit noch berufstätig sind und keine Tagesbetreuung für die Kinder zur Verfügung steht? – Wir schaffen da seit drei Jahren etwas Abhilfe: Vom 19. bis 28. Juli fanden unsere KiKi-Tage statt. Über den Ferienpass konnte man seine fünf- bis zehnjährigen Kinder für einen oder mehrere Tage anmelden. Für 25 Franken pro Tag werden die Kinder jeweils von acht bis 18 Uhr betreut und verpflegt. In diesem Sommer besuchten total 121 Mädchen und Buben die KiKi-Tage. KiKi, unser lustiger Vogel, nahm die Kinder auf eine Abenteuerreise rund um den Globus mit. Jeder Tag stand unter einem neuen Motto mit Spielen, Geschichten, Abenteuern und Bastelarbeiten. Die vielen positiven Rückmeldungen von begeisterten Kindern und zufriedenen Eltern sind uns Ansporn genug, dieses Entlastungsangebot auch im nächsten Jahr wieder anzubieten.
Kinder- Jugend- und Familienarbeit

Juni 2021 - Pilgerwochenende zu Kraftorten am Hinterrhein. Unterwegs auf der Via Spluga von Thusis nach Andeer: Pünktlich angereist, traf sich die Pilgergruppe in Thusis bei der Reformierten Kirche zum Start der Pilgerwanderung. Nach alter Pilgertradition wurden die Rucksäcke in der Mitte deponiert und wir sammelten uns im Kreis zu einer Kennenlernrunde und einem spirituellen Startimpuls durch die beiden Pilgerleiter René Schaufelberger und Michel Wuillemin. Wir wurden vorbereitet auf ein Gehen auf einzelnen Strecken im Schweigen. Aber auch das Reden und die Gemeinschaft in der Gruppe sollten nicht zu kurz kommen.

Schweigend begann unsere Wanderung durchs «Verlorene Loch», wie die enge Stelle am Eingang der Schlucht genannt wird. Den Rhein überquerend gings recht steil empor, was uns alle, auch wegen der Temperatur um 30°, ins Schwitzen brachte. Nach dem wir den Punkt Rongellen erreicht hatten, führte uns der Weg glücklicherweise bald wieder bergab und schon erreichten wir die Viamala Schlucht. Auf einer leider viel zu langen Führung erfuhren wir, dass zur Römerzeit ein schmaler Säumerweg durch die Schlucht führte, im 18. Jahrhundert dann Brücken gebaut wurden, sodass die Schlucht befahrbar wurde. Bei dem Abstieg in die imposante Schlucht genossen wir die kühle Luft und hätten am liebsten ein Bad genommen. Ein herrlicher Waldweg führte uns danach nach Reischen, und über sonnige Wiesen kamen wir nach Zillis, wo wir im Gasthaus zur Alten Post logierten.
Die Gastgeberin Andreetta Schwarz kochte für uns ein einmaliges Naturparkmenu mit den legendären Capuns. In der Kirche St. Martin, dem ehemaligen Wirkungsort von René, bestaunten wir die berühmte Bilderdecke mit den 153 Holztafeln. Mit Gesang und einer Besinnung tauchten wir in die faszinierende Bildergeschichte ein. René zeigte uns noch seine ehemalige Pfarrwohnung und erzählte uns unglaubliche Geschichten aus jener Zeit. Nach einem Schlummertrunk sanken alle müde ins Bett.

Gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück ging es weiter auf der Via Spluga, oder auch „auf den Spuren von René", denn etliche Begegnungen mit Einheimischen gaben uns einen herrlichen Einblick in die Zeit von René`s Wirken in dieser Kirchgemeinde. Den Weg zum alten Kirchlein Casti absolvierten wir schweigend, dort eröffnete sich ein wunderbarer Blick über das ganze Tal. Die sonntägliche Besinnung passte bestens in diese romanische Kirche, einem eindeutigen Kraftort. Richtung Clugin wanderten wir zum Picknickplatz auf Plangs, wo wir endlich unser Lunchpaket auspacken konnten. Frisch gestärkt nahmen wir den letzten Teil des Weges unter die Füsse. Ein angenehmer Höhenweg führte uns nach Andeer, wo wir in der Kirche ein Abschlussritual feierten.
Ein eindrückliches Pilgerwochenende mit einigen Höhepunkten, aber zum Glück ohne Regen und Gewitter, ging zu Ende.
Den beiden Pilgerleitern René und Michel gehört ein riesiger Dank.
Für die Pilgergruppe
Elvira Weber

Erlebnistag 2. Klasse KUW

August 2020 - Am Samstag, 20. August fand der erste KUW-Tag für die ehemaligen 2. Klässler statt, da der Unterricht auf Grund von Corona im letzten Schuljahr ausgefallen war. Auf die 63 Kinder wartete ein erlebnisreicher Tag. Eine amerikanische Touristin, gespielt von einer Katechetin, verirrte sich in unserer Kirche und fand zusammen mit den Kindern heraus, was es alles in der Kirche zu entdecken gibt. Sie staunten über die bunten Kirchenfenster, den Taufstein, die Graffitis resp. Malereien an den Wänden und die verschiedenen Klänge der Orgel. Nach dem Mittagessen begaben sich die Schüler auf einen spannenden Geschichtenparcours durch den Pfarrgarten und unsere Räumlichkeiten. Es blieb auch genügend Zeit für Spiel, Spass und Bewegung. Der Erlebnistag beendeten wir mit einer kleinen Feier in der Kirche. Das KUW-Team.